… man kann ja den Erzgebirgern nachsagen was man will. Das sie nicht auf der Höhe des Zeitgeschehens sind, auf  jeden Fall nicht.
Am Telefon habe ich Gerd Hofmann, Holzgestalter aus Seiffen gestern gefragt, wie er denn auf die Idee mit dem Norby SuperGau gekommen sei.
Er: “Das ist ganz einfach, mich bewegen die Bilder des Unfalls in Japan und ich dachte, darauf muss ich reagieren. Das kann so nicht einfach stehen bleiben. Und erzgebirgische Holzkunst kann Diskussionen hervorbringen. Meine Motorräder aus Holz haben auch für Zündfunken gesorgt, von der Ablehnung bis das heute viele meine Motorradmodelle kaufen. Der Norby SuperGau ist eine Herausforderung an den Geist der Zeit. Die einen werden ihn mögen, andere vieleicht nicht, wichtig ist mir, die Diskussion um das Thema. Jeder kann für sich entscheiden wie er zur Kernenergie steht. Das Thema wird uns noch lange begleiten.”
Ich denke, hier ist es erstmals gelungen, traditionelle Handarbeit sofort mit dem Zeitgeist zu verbinden und dem Handwerk einen Stellenwert zuzuordnen, der mich persönlich begeistert. Die Wahrnehmung aktueller Ereignisse ist derart schnell möglich wie Tweets über den Globus rasen. Antworten aller Art kommen aus allen Teilen unserer Welt, so auch aus dem Erzgebirge. Von hier so, wie es die Holzgestalter am besten können – in erzgebirgisches Holz geformt.
Dem Gerd Hofmann ist ganz herzlich für seine Idee zu danken – möge sie viele Anhänger finden.
Wenn Sie sich für diesen Artikel noch näher interessieren, dann schauen Sie bitte hier in das Fachgeschäft von Gerd Hofmann im Erzgebirgskaufhaus.
ReneGoldschadt am 14. April 2011 in Am Telefon, Tagesangebote
Ohne Guten Tag sprach er in mein Ohr:
Er: Ich habe einen Schwibbogen bei ihnen bestellt und der ist noch nicht da, aber sie haben schon mein Geld!
Ich: (Gedacht, he was will der Typ, oberdynamisch, ohne Angaben – René bleib ruhig) Ja, hallo zurück, sie haben also bestellt, was genau haben sie bestellt und wann genau haben sie unter welcher Bestellnummer was bestellt?
Er: Na aber hallo, vorgestern Vormittag habe ich mit derNummer XYZ den Bogen bestellt und wenn ich bei A.M. zon bestelle ist das am nächsten Tag da. Da bestellt man schon in Deutschland um nicht das Chinesenzeugs zu kaufen und dann geht das nicht vorwärts. Wie geht das weiter?
Ich: im Kopf – holla die Waldfee – der glüht ja
– Bitte geben Sie mir mal ihre Kundennummer und dann die Bestellnummer und ich mache mich schnell schlau und, ach ja hier schreibe ich mal ihre Nummer vom Display. Bis gleich, ist das in Ordnung?
Er: Wenn es nicht anders geht!
Nach gefühlten 10 Minuten und einem Anruf beim Produzenten am Telefon.
Ich: Hallo Herr XYZ, ich habe für sie recherchiert und herausgefunden, der Hersteller hat ihr Geld gestern abgebucht und den Artikel versendet – damit haben wir mit A.M. zon gleichgezogen und sie sollten heute mal auf ihr Konto schauen und den Nachbarn fragen wo das Paket ist. Aus China hätte es länger gedauert
Ist jetzt alles wieder gut?
ER: Ja danke und ich hätte nie gedacht, dass das Erzgebirge so schnell sein kann.
Ich: Wieso nicht – bis Bayern ist es doch so weit nicht, oder
ReneGoldschadt am 29. November 2010 in Am Telefon
Sie: Kann ich bei Ihnen auch am Telefon bestellen?
Ich: Ja klar, darf ich mich dabei mit Ihnen unterhalten?
Sie: Wenn Sie mir nicht noch mehr einreden wollen, dann ja.
Ich: Aber nicht doch Gnädigste, aber beraten darf ich Sie schon?
Sie: Ich hätte gerne die kleinen Engel, Sie wissen schon.
Ich: Genau! Sie meinen die von Ratags, oder die von Kuhnert oder wollen Sie die vom Erzgebirgsstübchen und die Firma Thiele  hätten wir dann auch noch?
Sie: Na die, die ich jedes Jahr kaufe, ich sammele die Engel nämlich und habe schon fast alle.
Ich: Oha, dann meinen Sie die Lang- oder Kurzrockengel der Kuhnert GmbH?
Sie: Richtig, die meine ich.
Ich: Und welche haben Sie noch nicht in Ihrer Sammlung?
Sie: Â Da hätte ich gern den Engel mit der Gitarre, der Klarinette und dem Fagott.
Ich: Alles klar, kommt sofort, wir müssen nur die Bestellung noch komplett ausfüllen.
Sie: Haben Sie nächstes Jahr die Engel auch noch im Sortiment.
Ich: Jawohl, wie die letzten 13 Jahre auch  - kommen Sie wieder per Internet vorbei?
Sie: Ja. Also dann bis zum Herbst 2011 so gegen 10:30 Uhr.
Ich: OK, dass passt, da habe ich Dienst
ReneGoldschadt am 11. November 2010 in Am Telefon